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Genua

Genua

Die alte Hafenstadt liegt an der ligurischen Küste Italiens und zählt knapp 580.000 Einwohner. Direkt an der hinteren Stadtgrenze erheben sich die Berge des Apennin. Genua war jahrhundertelang eine unabhängige Adelsrepublik, die ihren Reichtum dem Handel verdankte. Im 20. Jahrhundert galt die Stadt als wenig attraktive Hafen- und Industriestadt. Das hat sich in den letzten 25 Jahren geändert. Nach Jahren der Vernachlässigung wurde das historische Zentrum im Zuge der Kür zur europäischen Kulturhauptstadt 2004 aufwendig restauriert. Bereits zwölf Jahre zuvor war Genuas alter Hafen für die Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Entdeckung Amerikas (Kolumbus stammte aus Genua) rundum erneuert worden. Die Stadt ist bekannt für ihre Altstadt, die von engen Gassen und vielen historischen Gebäuden geprägt ist, darunter der Palazzo Ducale und die Kathedrale von San Lorenzo.

Die schöne Altstadt mit prunkvollen Renaissance-Palästen erstreckt sich zwischen dem alten Hafen und der Piazza de Ferrari. Und Genuas Porto Antico ist mittlerweile ein beliebtes Ausgehviertel und eine Touristenattraktion.

Hafeninfos

Kreuzfahrtschiffe und Fähren fahren in den nahezu kreisrunden alten Hafen hinein, der heute nur noch für den Passagierverkehr und den Tourismus genutzt wird. Dabei müssen die riesigen Passagierschiffe ordentlich manövrieren, um die zentrumsnahen Liegeplätze zu erreichen.

Für Kreuzfahrten werden die beiden benachbarten Häfen Stazione Marittima Ponte dei Mille und Stazione Marittima Ponte Andrea Doria genutzt. In jedem der beiden Häfen gibt es ein Genua Cruise Terminal und zwei Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. Die Stazione Marittima Ponte dei Mille ist ein sehr attraktives Denkmal, das 2001 komplett restauriert und für einen G8-Gipfel genutzt wurde. Hier starteten früher die berühmten Liner Italiens über den Atlantik und in alle Welt.

Mobilität

Zu Fuß

Aufgrund der zentralen Lage des Hafens kann man Genua auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Das berühmte Aquarium ist ca. einen Kilometer entfernt. Vielleicht 200 Meter weiter befindet sich der Panoramaaufzug Bigo. Bis zur Kathedrale San Lorenzo läuft man ca. 1,5 Kilometer.


Öffentlicher Nahverkehr

Seit 1990 hat Genua eine Metro mit einer Linie. Zu Metrostation Principe läuft man von der Stazione Marittima ca. 250 Meter. Wenn man zwei Stationen später an der Station San Giorgio aussteigt, ist man direkt am alten Hafen auf der Höhe des Bigo. Und auch zu Kathedrale sind es nun weniger als 300 Meter.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel werden von amt.genova.it betrieben. Neben Bussen gibt es auch Seilbahnen, Aufzüge oder eine Wasserbuslinie (Navebus).

Lokale Ausflugsanbieter

Ich möchte lokale Ausflugsanbieter unterstützen, die ihren Gästen besondere Erlebnisse und wundervolle Urlaubseindrücke abseits der Besuchermassen bieten, einfach für einen besonderen, individuellen Service stehen.

Von den nachfolgend genanten lokalen Ausflugsanbietern erhalte ich keinerlei Zahlungen für die Nennung auf meiner Seite. Sie sind mir aber entweder persönlich bekannt oder wurden mir von Gästen als sehr zuverlässig und gut empfohlen.

Meine Seite befindet sich gerade im "Umbau". Wenn an dieser Stelle noch keine lokalen Ausflugsanbieter genannt sind, dann findest Du diese entweder im nächsten Abschnitt Ausflugstipps oder es sind für diesen Ort noch keine eingetragen.

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Ausflugtipps

Stadtrundfahrten
Bus

Es gibt auch in Genua die roten Doppeldeckerbusse von City Sightseeing, die auf einer einstündigen Runde durch die Stadt fahren und an 11 Haltestellen halten. Start und Ziel ist die Piazza Caricamento. Die Haltestelle 11 befindet sich vor der historischen Stazione Marittima, sodass man auch direkt am Hafen zusteigen kann. Tickets können am Bus oder vorab hier www.city-sightseeing.it/en/genoa/ gekauft werden.

Fahrrad

Altertnativ kann man die Stadt auch auf geführten Touren mit dem Fahrrad erkunden. Diese werden von BajaBikes angeboten.


Hafen

Nach dem Verlassen des Kreuzfahrthafens sollte man sich rechts halten. Man läuft dann teilweise unter der Hochstraße Aldo Moro Sopraelevata. Eine wichtige Verkehrsader, die zwischen Altstadt und Hafen als Hochlstraße geführt wird. Dem Spaziergänger darunter spendet sie im Sommer Schatten und bei Regen ein Dach. Der gesamte Bereich des alten Hafens (Porto Antico) wurde im Kolumbusjahr 1992 unter Leitung des bekannten Architekten Renzo Piano neu gestaltet.

Bereits nach wenigen Minuten erreicht man das Meeresmuseum Galata ( galatamuseodelmare.it ). Das 2004 gebaute Museum beherbergt viele Ausstellungsstücke aus der Zeit, als die Republik Genua ein Machtfaktor im Mittelmeer war. Wenige hundert Meter weiter stößt man auf ein historisches Segelschiff. Die Galeone Neptune ist ein sehr guter Nachbau einer spanischen Galeone aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde von Roland Polanski 1986 für den Film „Piraten“ in Auftrag gegeben und kann heute besichtigt werden. Nur einen Steinwurf weiter folgt das berühmte Aquarium von Genua ( acquariodigenova.it ). Für viele ist es die Touristenattraktion Nummer Eins in der Stadt.

Der Gebilde mit den zahlreichen weißen Armen ist der Bigo, ein Panoramaaufzug der an eine Spinne erinnert. Aus der Panoramagondel hat man einen tollen Blick über Stadt und Hafen. Die weißen Arme sollen an die weißen Ladekräne erinnern, die Frachtschiffe vor dem Containerzeitalter hatten.


Altstadt

Das historische Zentrum Genuas befindet sich auf der anderen Seite der breiten Küstenautobahn. Wenn man sich auf Höhe des Bigo in Richtung Stadt begibt, erreicht man die Via San Lorenzo und kurze Zeit später die Kathedrale von Genua. Die Kathedrale San Lorenzo mit ihrer schwarzweiß gestreiften Fassade ist eine Mixtur aus Romanik und Barock. Folgt man der Via S. Lorenzo, erkennt man kurze Zeit später eine weitere große Kirche. Die sehenswerte Chiesa del Gesu liegt bereits am zentralen Platz der Stadt. Die Piazza de Ferrari wurde ebenfalls vor den Kolumbusfeierlichkeiten renoviert. Hier befinden sich wichtige Gebäude wie der Palazzo Ducale und das Opernhaus Teatro Carlo Felice. Auf der anderen Seite des großen Platzes beginnt die Einkaufstraße Via XX Settembre.


Palazzi dei Rolli

Die reiche Republik Genua besaß kein passendes Gästehaus für Staatsgäste. Die gekrönten Häupter wurden in Adelspalästen der führenden Familien einquartiert. Welche Paläste dafür infrage kamen, stand auf einer Liste (Rollo). Die Palazzi dei Rolli ( www.rolliestradenuove.it/en/ )waren demnach die Paläste, die auf der Liste möglicher Herbergen für Staatsgäste standen. Das Los entschied, welche Familie den Staatsgast in ihrem Palast beherbergen musste. Die Besitzer der Palazzi waren angeblich durchaus froh über den Zuschlag. Wegen der daraus resultierenden Kontakte, die man im Geschäftsleben nutzen konnte.

42 Palazzi dei Rolli und die Strade Nuove gehören seit 2006 zum Weltkulturerbe der UNESCO und können heute teilweise besichtigt werden. Die meisten Palazzi befinden sich in den „neuen Straßen“ (Le Strade Nuove) Via Garibaldi, Via Balbi und Via Cairoli. Besonders bekannt sind der Palazzo Rosso und der Palazzo Bianco in der Via Garibaldi. Die Via Garibaldi ist ca. 600 Meter von der Piazza de Ferrari entfernt und liegt etwa auf Höhe der Galeone von Roman Polanski am alten Hafen. Man kann also von den beiden Cruise Terminals aus eine große Runde laufen.


Piazza De Ferrari

Die Piazza de Ferrari in Genua ist der zentrale Platz der Stadt und ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Umgeben von imposanten Gebäuden wie dem Palazzo Ducale und dem Teatro Carlo Felice, ist die Piazza de Ferrari ein architektonisches Highlight. In der Mitte des Platzes befindet sich der berühmte Brunnen mit der Statue des griechischen Gottes Zeus. Hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen und Konzerte statt. Ein Besuch der Piazza de Ferrari ist ein Muss für jeden Besucher, der Genua erkunden möchte.


Palazzo Reale

Der Palazzo Reale ist ein beeindruckendes Schloss im Herzen der Stadt. Ursprünglich als Residenz für die Könige von Savoyen gebaut, beherbergt es heute ein Museum mit einer beeindruckenden Sammlung von Kunstwerken und Möbeln. Besucher können in den prachtvollen Salons und Zimmern spazieren gehen und die luxuriöse Atmosphäre der königlichen Vergangenheit genießen. Zu den Highlights der Sammlung gehören Werke von Rubens, van Dyck und Tizian. Der Palazzo Reale ist ein wahrhaft majestätischer Ort, den man bei einem Besuch in Genua auf keinen Fall verpassen sollte.


Castello d'Albertis

Das Castello d'Albertis ist ein faszinierendes Schloss, das hoch oben auf einem Hügel thront und einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und das Meer bietet. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert von dem Abenteurer und Forscher Enrico Alberto d'Albertis erbaut und beherbergt heute ein Museum für ethnografische und anthropologische Sammlungen. Besucher können durch die prächtigen Räume des Schlosses spazieren und sich von den zahlreichen Exponaten aus aller Welt verzaubern lassen. Der Besuch des Castello d'Albertis ist ein Erlebnis für alle Sinne und ein Muss für jeden, der sich für Kultur und Geschichte interessiert.

Mit Kindern unterwegs